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Antiversum – Cosmos Comedenti

Antiversum CC CoverLabel: Invictus Productions

Spielzeit: 37:50 min.

Genre: Black/ Death Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: 29. September 2017

Nur vier Songs bei knapp 40 Minuten lassen direkt darauf schließen, dass wir es hier nicht mit easy listening Material zu tun haben. Ein Blick auf die Titel, das Artwork und das drumherum verstärken den Eindruck dann nochmal und so fühle ich mich gut vorbereitet auf 37 Minuten intensiven Hörvergnügens mit dem ersten Album der Schweizer von Antiversum, welche bisher mit einer 6way Split und einem Demo für ihren ungewöhnlichen Sound geworben haben.
Man bekommt folgerichtig auch geliefert, was man erwartet. Rabenschwarzen Death Metal mit nicht unerheblichen Doom Einflüssen. Düster, kalt, verstörend und disharmonisch. Eine Prise Island BM, ein Schuss Bölzer, serviert auf vier überlangen Tracks. Der Mix ist der gewollten Atmosphäre angepasst. Der Bass wummert ein drückendes Fundament unter verwaschenem Gitarrensound. Die Drums wechseln zwischen Stakkato und ritualistisch angehauchten Trommelwirbeln. Der sparsam benutzte Gesang röchelt irgendwo aus dem Hintergrund in den Sound und rundet ein ziemlich passendes Klangbild perfekt ab. Unterbrochen wird das ganze immer wieder von verstörenden Hintergrundgeräuschen und „white noise“ artigen Klangcollagen.
Die vier Songs im einzelnen zu betrachten fällt dabei schwer, da die Scheibe eher wie aus einem Guss wirkt, die Titel „Creatio e Chao Orta Est“ und der Titelsong gehen gar direkt ineinander über. Lediglich zum Ende der Platte hin bekommt das ganze ein wenig Länge. Das letzte drittel ist natürlich immer ein unpassender Zeitpunkt um zu schwächeln, es fällt aber im erträglichen Rahmen aus.
Summa Summarum ein schwieriger, aber hörenswerter Brocken. Freunde von doomigem Death mit Überlänge können hier bedenkenlos zugreifen. Zwar definitiv kein Album für den Biergenuss mit Freunden im Garten, aber für eine düstere Nacht, mit etwas Kerzenlicht und Einsamkeit genau das richtige um abzudriften.

Kai B.

XXL WertungL

Tracklist:

1. Antinova 08:14
2. Creatio e Chao Orta Est 07:20
3. Cosmos Comedenti 08:54
4. Nihil ad Probandum 13:22

XXL-Tipp

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